money as debt – german subtitles
Aloha-he zusammen!
Vor einiger Zeit (noch vor dem Klausurstress, der mir momentan das Leben erschwert) bin ich einmal mehr über den Gedanken gestolpert, wie pervers es eigentlich ist, dass Geld ein derart dominierender Faktor in unser Aller Leben ist. Ähnlich wie beispielsweise das Rechtssystem ist Geld nicht mehr als ein Symbol, eine bloße Idee in den Köpfen der Menschen, die eine derart überwältigende Eigendynamik entwickelt hat, dass wir sie als gegeben hinnehmen und jeden Aspekt unseres Lebens, teils wissentlich teils unwissentlich, davon bestimmen lassen.
Ich komme hin und wieder auf diesen Gedanken, vor allem wenn ich wieder einmal mit Themen wie “Welthunger”, AIDS und Armutskriegen in Berührung komme. Das sind Probleme die den Lauf der Welt bestimmen, man hört täglich in den Nachrichten davon und die Liste ließe sich unendlich fortführen. Und stets kommt man zu dem einen Schluss, dass alles nur am Geld hängt: Wie viele Krankheiten könnten schon behandelt werden wenn das Geld für die Forschung vorhanden wäre, wieviele Menschen könnten schon erhältliche Medikamente bekommen, wenn das Geld vorhanden wäre, welche Kämpfe ließen sich vermeiden, wie viele Menschen ernähren, wenn nur das Geld dazu da wäre!? Vielerorts fehlt es an sozialen Einrichtungen, an Bildungsmaterial, an Personal und der eine Faktor der dafür verantwortlich ist, dass sich nichts ändert ist das Geld bzw. dessen “Nicht-vorhanden-sein”. Dann frage ich mich, wie es sein kann, dass ein bloßer Statthalter für Tauschwert, den die Menschen letztendlich selbst entworfen haben, eine scheinbar völlig unkontrollierbare unsichtbare Machtstruktur wird, die wiederum das Leben der Menschen lenkt… Geld als Götze, als ein das Naturrecht ablösende matierielle oder virtuelle Mittel der Macht.
Spätestens an dem Punkt endete bisher meine kümmerliche Überlegung, da ich weder richtig verstand was Geld bedeutete noch wusste was es für alternativen gab, die nicht völlig utopisch sind(Und für eventuell vorhandene lehrreiche Sachbücher fehlte mir das GELD). Dann jedoch stieß ich (als ich das Video von dem großartigen Jonlajoie auf diesem Bolg verlinkt habe) auf dieses Filmchen. Dieser Film, hier in einer Version mit Deutschen Untertiteln, bietet meiner Meinung nach einen idealen Einstieg in die Thematik und ich muss zugeben, dass mir an einigen Stellen wahrlich ein Licht aufging. Die beschriebenen Prozesse sind an und für sich offensichtlich und einfach, aber ganz ehrlich: Von alleine wäre ich nicht drauf gekommen oder wäre, wie bisher, immer an meinem völlig fehlenden wirtschaftlichen Vorstellungsvermögen gescheitert (Ich sollte erwähnen: Ich hatte Wirtschafts-LK am Gymnasium, aber mir war nach 2 Stunden klar, dass das nicht meine Sache ist…hust). Doch damit stehe ich wohl nicht alleine da.
Kurz zusammengefasst: Fast das gesamte Geld, das in Umlauf ist, steht nicht mehr wie anno dazumals für einen Tatsächlichen Wert (eine Unze Gold, 2 Ziegen, die erstgeborene Tochter etc.) sondern für Schulden. Jeder aufgenommene Kredit bei der Bank vermehrt das nicht materiell existente Geld auf dieser Welt. Dies ist die Grundidee, von der die Autoren des Films ausgehen und anhand derer sie die Konsequenzen erörtern.
Ich weiß nicht inwiefern die Theorien in diesem Film plausibel sind, dazu bin ich wie gesagt viel zu unbewandert auf diesem Gebiet. Mich jedenfalls hat er angeregt mich etwas genauer mit der Geldtheorie zu befassen, WERT ist es das alle mal. Der Film verdient es, gesehen und diskutiert zu werden, denn eine Welt in der der Großteil nicht weiß, was Geld ist und warum es wirkt wie es wirkt hat keine Chance auf Veränderung. Solltet ihr weiterführende Informationen haben, bitte behaltet sie mir und dem Rest der Leserschaft nicht vor
Viel Vergnügen!
flawless!?